12 bewährte Tipps, wie Sie Ihre Katze zum Trinken motivieren

catmia-katze-trinkt

Warum trinken Katzen wenig?

Naturgemäß haben Katzen kein großes Trinkbedürfnis. Die Vorfahren unserer Hauskatze lebten in trockenen Halbwüsten Nordafrikas und mussten ihren Flüssigkeitsbedarf größtenteils über den Feuchtigkeitsgehalt ihrer Beutetiere stillen.

Welche Bedeutung hat das für unsere Hauskatzen?Die meisten kleinen Raubtiere jagen nicht mehr, um zu überleben. Wir füttern unsere Haustiger mit Fertigfutter. Bei ausschließlicher Ernährung mit Dosenfutter nimmt unsere Katze ca 80 % ihres täglichen Flüssigkeitsbedarf zu sich, bei Fütterung mit Trockenfutter sehr viel weniger. Eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr am Tag ist unverzichtbar, um den Wasserbedarf zu decken. Auch bei heißen Temperaturen, trockener Luft und erhöhten körperlichen Aktivitäten müssen Katzen mehr trinken, um nicht zu dehydrieren.

1. Katzen stillen ihren Durst mit „natürlichem“ Wasser

Die meisten Katzen trinken kein frisches Leitungswasser, da es nach Chlor und „Wasserwerk“ schmeckt. Individuell bevorzugen die kleinen Wassergourmets abgestandenes, bewegtes oder frisches Wasser. 

2. Abgestandenes Wasser mit einem Hauch Algenaroma

Trinkt Ihre Katze genüsslich abgestandenem Wasser aus Blumenuntersetzern oder Gießkannen?: Dann verzichten Sie unbedingt auf Dünger zum Gießen ihrer Zimmerpflanzen, da sich Ihre Katze sonst vergiften könnte!Ein größeres Wassergefäß (Goldfischglas ohne Fische!), begrünt mit ungiftigen Wasserpflanzen (Haarnixe, Wasserpest, Wasserlinsen u.a.) animiert zum beobachten und trinken. Da Wasserpflanzen stark mit Pestiziden und Dünger behandelt werden, diese unbedingt 2 Wochen lang vor dem Einsetzen wässern!Den gefüllten Trinknapfnapf können Sie auch mal 3-4 Tage stehen lassen, damit das Wasser “angenehm“ abgestanden schmeckt.

3.„Lebendes“ Wasser

Zimmerbrunnen, Quellsteine und spezielle Trinkbrunnen für Katzen ziehen so manche Samtpfote magisch an. Auch ein tropfender, leicht aufgedrehter Wasserhahn animiert zum Trinken.

4. Frisches Wasser

Da Leitungswasser unter Katzen verpönt ist, gehören stilles Mineralwasser, gefiltertes Wasser und Regenwasser zu beliebten Alternativen. Auf die Gabe von destilliertem Wasser sollte allerdings verzichtet werden, da dieses Katzen so gar nicht schmeckt.

5. Attraktive Wassernäpfe

Trinkt Ihre Katze gerne aus Näpfen, ist bei der Auswahl eines passendes Gefäß einiges zu beachtenUnsere Samtpfoten mögen rutschfeste, flache Wasserschalen, die am besten möglichst breit sind, damit sie mit den Schnurrhaaren beim Trinken nicht ständig an den Rand stoßen. Probieren Sie einfach aus, ob Ihre kleine Fellnase Näpfe aus Metall, Keramik oder Kunststoff bevorzugt.

6. Randvoll gefüllter Trinknapf

Da Katzen gerne die Begrenzungslinie des Wassers erkennen möchten, um nicht ungewollt mit der Nase ins Wasser zu stoßen, trinken sie am liebsten aus bis zum Rand gefüllten Näpfen.

7. Futternapf und Wasserschüssel getrennt voneinander aufstellen

Stehen die Näpfe nebeneinander, verweigern viele Katzen das Trinken. Naturgemäß trinken Katzen nicht am selben Ort, wo sie fressen. Deshalb sollte man Wassernäpfe in einigen Metern Entfernung von der Futterschale aufstellen.

8. Ideale Standorte von Wassernäpfen

Helle, ruhige und leicht zugängliche Orte laden zum Verweilen und Trinken ein.Auch ein großer Abstand zu den Katzentoiletten sollte berücksichtigt werden.

9. Mehrere Wasserangebote

Eine tolle Bereicherung für Ihre Katze sind mehrere unterschiedliche Trinkgelegenheiten. Nach Möglichkeit sollte es mindestens zwei Wasserstellen im Haushalt geben.

10. Wasser mit „Schuss“

Für ein attraktives Aroma, wird das Wasser mit einem Schuss Katzenmilch, Thunfischsaft oder ungesalzener Hühnerbrühe aromatisiert.Im Sommer kann man Hühnerbrühe in Eiswürfelform einfrieren und zur willkommenen Abkühlung in den Wassernapf geben.

11. Feuchtfutter zusätzlich mit Wasser anreichern

Frisst Ihre Katze gerne Dosenfutter, so können sie dieses problemlos mit ein wenig lauwarmen Wasser vermengen.

12. Beobachten Sie das Trinkverhalten Ihrer Katze und Sie werden bald herausfinden, wie Sie Ihre Samtpfote optimal zum Trinken animieren können.